Akkordeonale 2013

Akkordeonale 2013

Servais Haanen hat es wiedereinmal geschafft ein hervorragendes Akkordeonale Programm für das Jahr 2013 zusammenzustellen und das zum fünften Male.
Dieses Jahr führt die musikalische Reise von West-, Ost- und Südeuropa in den nahen und fernen Osten. Mit dabei sind die Griechin Katerina Lekka, der aus Istanbul stammende Aziz Ali Elyagutu, die Chinesin Ge Zhang und der polnische Akkordeonist Krzysztof Dobrek.
Ungerade Rhythmen aus Griechenland treffen auf mikrotonalen Seelenbalsam aus der Türkei, chinesische Hirtenmusik und Peking Oper begegnen polnischem Tasten-Adrenalin und niederländischer Klangästhetik, umrahmt von Rahmentrommel, Darbuka und Hackbrett.

Mit dem trockenem Humor von Servais Haanen der wie eh und je Anekdoten über die Musiker und allerlei Wissenswertem über die Instrumente und Stile preisgeben wird, verspricht das Festival ein intensives, spannendes Erlebnis mit dem breiten Spektrum von chinesische Hirtenmusik über Peking Oper und polnischem Tasten-Adrenalin zu niederländischer Klangästhetik.

Die Konzerttermine liegen im Zeitraum vom 04.04. bis 30.04.. Alle Infos über Konzertorte und -städte finden Sie unter http://www.akkordeonale.de/tourneedaten/

Die Künstler:

Katerina Lekka
Katerina Lekka ( Griechenland)

Als Siebenjährige begann Katerina Lekka Akkordeon zuspielen und studierte später bei dem Komponisten George Georgiadis, bis sie ihren Abschluss am Konservatorium für Akkordeon, Klavier und Musiktheorie hatte.
Sie ist als solistische Akkordeonistin in verschiedensten Ensembles tätig, unterrichtet Akkordeon, Klavier und Musiktheorie und ist ein gern gesehener Gast bei diversen CD-Projekten (u.a. Nikos Grapsas, Iossif Valet, G. Lyckouras etc.).
Katerina legt sich nicht auf einen Musikstil fest, sondern tanzt auf alle Hochzeiten, nicht nur auf der griechischen.

Aziz Ali Elyagutu
Aziz Ali Elyagutu (Türkei)
Aziz Ali Elyagutu kommt aus Istanbul. Hier studierte er auch Akkordeon am türkischen Staatskonservatorium.
Er arbeitet mit unterschiedlichen Orchestern und Tanzkompanien, u.a. mit dem Orchestra à la Turki, dem Trio Bosporus und seinem neuen Weltmusik-Projekt Etnogram. Außerdem komponiert er für Musicals (z.B. „Ermiç Çoban“).
Neben seiner Musiker-Tätigkeiten im In – und Ausland schrieb er die allererste Schule für Garmon, einem in unseren Breiten sehr unbekannten Akkordeontyp, eine gleichtönige diatonische Harmonika. Das Garmon findet sich in Russland, Asserbaijan (hier ist das Instrument chromatisch), der Türkei und im Iran. Aziz wollte eigentlich als Kind schon Garmon spielen, leider gab es für ihn bei sich zuhause kein Instrument, und so musste er zunächst die Garmontechnik auf dem Akkordeon lernen.

Ge Zhang
Ge Zhang (China)
Die aus Beijing (Peking) stammende Ge Zhang lernte ab ihrem sechsten Lebensjahr das Akkordeonspiel an der Peking Capital Normal University und wurde mehrmals als Gewinnerin bei Akkordeonwettbewerben ausgezeichnet.
In den letzten Jahren war sie an Musikaufnahmen für verschiedene Filme und Serien beteiligt.
In keinem Land der Welt wird mehr Akkordeon gespielt als in China, meistens westliche Klassik oder populäre Musik. Auch Ges Ausbildung ist westlich geprägt, doch beschäftigt sie sich heute damit, die traditionelle und temporäre Musik Chinas auf dem Akkordeon umzusetzen.

Krzysztof Dobrek
Krzysztof Dobrek (Polen)

Mit dem Akkordeon kam er bereits als Kind in Berührung. Weil irgendwann das Instrument zu sehr nach Propaganda des kommunistischen Regimes roch, entschloss er sich, klassisches Fagott und Klavier zu studieren. Dann kam die Einberufung in die Armee, woraufhin Krzysztof das alte Akkordeon vom Dachboden holte und sich nach Wien absetzte. Dort hat er zunächst 6 Jahre als Straßenmusiker sein Geld verdient, bis er direkt von der Straße wegengagiert wurde.
Heute ist Krzysztof mit seinem Quartett „ Dobrek Bistro“ ein nicht mehr wegzudenkendes Phänomen in der Wiener Weltmusik-Szene.

Servais Haanen
Servais Haanen (Niederlande)

Als musikalischer Querdenker ist der Niederländer Servais Haanen Drahtzieher und Organisator der Akkordeonale. Er komponiert und arrangiert u.a. die Ensemble-Stücke des Festivals.

Servais hat seine frühere Doppelheimat — Klassik und Folkmusik — weit hinter sich gelassen, um seine sensiblen und poetischen Kompositionen mit minimalistisch-respektiven Strukturen und magnetisch-mitziehende Melodien auf dem diatonischen Akkordeon umzusetzen. Damit lässt er seine Ziehharmonika in Sphären vordringen, in denen sie bisher nichts zu suchen hatte.
Dank seiner vielfältigen Bandarbeit, u.a. „Appellation Contrôlée“ (Avantgarde), „Quatro Ventos“ (Fado), „KlangWeltenFestival“ (Weltmusik) sowie seiner Komponistentätigkeit für Musiktheater-Produktion und Dokumentarfilm, bringt Servais unterschiedlichstes Musikmaterial ins Spiel. Neben seiner Dozententätigkeit für Akkordeon ist die Ensemblearbeit mit außergewöhnlicher bis unmöglicher Besetzung eine seiner liebsten Beschäftigungen.

Begleitmusiker

Nora Thiele
Nora Thiele (Deutschland)

Rhamentrommel, Darbuka
Nora Thiele bewegt sich als Musikerin zwischen den Bereichen Alte Musik, Weltmusik, Jazz und Improvisation. Traditionelle, experimentelle und klassische Musik gehören gleichermaßen zu ihrem Repertoire.
Nora, die in Berlin lebt, gilt als eine der führenden und innovativen Spezialistinnen für Rahmentrommel. Sie ist in diesem Bereich eine versierte und erfahrene Workshop-Dozentin.
Mit ihren Ensembles “The Playfords”, “Duo Doyra” und dem irakischen Oudspieler Saef Alkeat konzertierte sie in Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Türkei, Iran, Syrien und China.

Christoph Pfändler
Christoph Pfändler (Schweiz)

Hackbrett

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