Zeitwandel 1897-2017: Experimentelle Musik aus Deutschland und Russland

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Datum/Zeit
Date(s) - 18.Juni 2017
19:30 - 22:00

Veranstaltungsort
Tschaikowsky-Saal

Kategorien


Das Klavier und auch das Akkordeon (Bayan) sind Instrumente, die in der russischen Kultur tief verwurzelt sind, wenn auch in jeweils eigener musikalischer Tradition.

Heloisa Amaral und Eva Zöllner bringen die Instrumente gemeinsam auf die Bühne und präsentieren ein breites Spektrum experimentellen Musikschaffens aus Deutschland und Russland, von einer Klaviersonate Alexander Skrjabins aus dem Jahr 1897 bis hin zu den ganz aktuellen Tonschöpfungen der jüngsten (und sehr abenteuerlustigen) Komponistengeneration aus Russland.

Heloisa Amaral (geboren 1981 in Brasilien) studierte Klavier, historische Aufführungspraxis und Orchesterleitung an der Musikhochschule Freiburg und in Oslo (Norwegen). Ein frühes Interesse für zeitgenössische Musik führte zur Zusammenarbeit sowohl mit jungen als auch mit namhaften Komponisten wie Helmut Lachenmann, Matthias Spahlinger, Simon Steen-Andersen, Johannes Kreidler, Natasha Barrett, Joanna Bailie, Øyvind Torvund, Alvin Lucier, Phil Niblock, Erik Daehlin und Marina Rosenfeld. Zwischen 2003 und 2009 war Heloisa festes Mitglied des Ensemble asamisimasa. Seitdem tritt sie hauptsächlich als Solistin auf, sowie mit dem Duo Hellqvist / Amaral oder als Mitglied des Ensemble neoN (Norwegen).

Zu ihren aktuellen Aktivitäten gehören Auftritte beim Klang Festival (Dänemark), Mata-Festival in New- York (USA), Ultima (Norwegen), Henri Selmer (Frankreich) und im Seoul Arts Center (Süd Korea). Heloisa Amaral ist Stipendienpreisträgerin der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, wo sie seit 2016 auch als Dozentin aktiv ist. Darüber hinaus arbeitet sie als Lehrerin, Kuratorin und in der Forschung, mit besonderem Interesse an den politischen und philosophischen Aspekten der zeitgenössischen Musikpraxis. Zwischen 2012-15 war sie Leiterin der Education-Abteilung des Ultima Oslo Contemporary Music Festivals und der Ultima Academy. Zurzeit vereint Heloisa die Erfahrung aus kuratorischer Praxis, Musiktheater und Performance in einem Doktoratssprojekt im Gebiet künstlerische Forschung am Orpheus Institut in Gent (Belgien), wo sie über das Thema „More Fetish Objects to Haunt Us or What to do with musical works from the past“ promoviert.

Eva Zöllner studierte klassisches Akkordeon an der Hochschule für Musik Köln und am Königlich Dänischen Konservatorium in Kopenhagen. Sie zählt zu den aktivsten Akkordeonistinnen ihrer Generation und widmet sich mit großem Engagement der zeitgenössischen Musik. Konzertreisen als Solistin führten sie in die meisten Länder Europas und Lateinamerikas, nach Asien, Australien, Kanada und in die USA. Als regelmäßiger Gast bei Festivals rund um den Globus ist sie ist in Projekten zu erleben, die von der experimentellen Solo-Performance bis hin zu Opernproduktionen und der Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles reichen. Ihre Aktivitäten werden durch Radio- und CD-Produktionen dokumentiert und durch weltweite Arbeit als Gastdozentin und Jury-Mitglied ergänzt. Die enge Zusammenarbeit mit Komponisten ihrer Generation ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit. Daraus resultierend hat sie in den letzten Jahren mehr als 150 neue Werke uraufgeführt. Besonders interessiert sie dabei die Kombination ihres Instruments mit neuen Medien.

Im Jahr 2015 wurde sie mit einem Stipendium der Bundesregierung ausgezeichnet, welches Ihr einen sechsmonatigen Arbeitsaufenthalt als Gastkünstlerin an der Cité Internationale des Arts in Paris ermöglichte. Eva Zöllner lebt in Hamburg und nomadisch auf der Reise, um ihr Instrument in unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen zu erkunden.

 

Programm

Marina Poleukhina (1989) Tregadum (2011) für Akkordeon & Klavier

Milica Djordjevic (1984) würde man denken: Sterne (2015) für Akkordeon

Art Oliver Simon (1966) Wand (2016) für Akkordeon & Klavier

Alexander Skrjabin (1872−1915) 3. Klaviersonate fis-Moll op. 23 (1897/98)

Sofia Gubaidulina (1931) De Profundis (1978) für Bayan (Akkordeon)

Alexander Khubeev (1986) Phobos und Deimos (2012) für Akkordeon & Klavier

 

Weitere Infos unter www.eva-zoellner.de und www.blurrededges.de

 

Karten 12  Euro/erm. 8 Euro

Konzertkasse Gerdes / 040 – 44 02 98 / Alle Vorverkaufsstellen

per E-Mail info@tsaal.de

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