Mit Forro unterwegs: Valdir Santos aus Brasilien on Tour

Forró

Das grösste Fest des Forró wird in São João zur brasilianischen Wintersonnenwende am 21. Juni gefeiert. Im Ausland ist Forró nahezu unbekannt, obwohl Ende der 1980er Jahre in Europa kurzzeitig der Lambada populär war, der seine Tanzbewegung vom Forró geerbt hat. Das soll sich ändern…Musik war Valdir Santos in die Wiege gelegt: er wurde an einem Samstag, dem traditionellen Tanztag im Jahr 1970 in Caruaru im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco geboren. Sein Vater war Forró-Fan und seine Mutter Akkordeon-Spielerin, die ihn später beide zum Musikstudium motivierten. Zunächst aber lebte er bis zu seinem 15. Geburtstag im Stadtviertel São Francisco, bekannt für die brodelnd lebendige Rua Preta (Schwarze Strasse), wo er die Seele des Forró – gleichermassen Musik- und Tanzstil – kennenlernt. Caruaru ist seit dem 19. Jahrhundert Kreuzpunkt von Hauptverkehrsverbindungen zwischen den grossen Städten der nordöstlichen Regionen. Auf den lebendigen Marktplätzen der Stadt begegnen sich viele Kulturen, die dem Forró den besonderen Charakter verliehen haben: fünf Rhythmen werden unter dem Begriff Forró zusammengefasst: Forró selbst, Baião, Xaxado, der schnelle Arrasta-pé und der mit leichten shuffle-feel gespielte Xote (von schottisch). Sie werden auf den Zabumba Trommeln der ehemaligen Sklaven, mit dem Sanfona, dem italienischen Knopfakkordeon und der Triangel gespielt. Aber man hört auch deutlich osteuropäischen Einfluss heraus: so besteht eine enge Verwandtschaft zur Polka der osteuropäischen Einwanderer, zu französischen und portugiesischen Quadrilletänzen wie auch Ähnlichkeit mit Sinti und Roma-Musik.

Das grösste Fest des Forró wird in São João zur brasilianischen Wintersonnenwende am 21. Juni gefeiert. Im Ausland ist Forró nahezu unbekannt, obwohl Ende der 1980er Jahre in Europa kurzzeitig der Lambada populär war, der seine Tanzbewegung vom Forró geerbt hat.
Valdir Santos veröffentlicht 1999 seine erste CD mit grossen Erfolg bei Kritikern und dem Publikum des Nordostens, er unternimmt erste internationale Tourneen u.a. zusammen mit den französischen ”Fabulous Troubadors“, verbringt seine Zeit zwischen Konzerten in Brasilien und ehrenamtlicher Arbeit beim P.I.M (Musical Initiation Project) in Caruaru, um Jugendlichen die musikalischen Traditionen brasilianischer Folk-Musik nahezubringen.

Valdir Santos: Gesang, Gitarre
José “Berinho” da Costa: Sanfona (Akkordeon)
Wagner Santos: Perkussion (Zabumba, Pandeiro)
Ivison Santos: Perkussion

Kommende Termine:
29.05.2010 20:00 Uhr Stadt Fröndenberg / Ruhr
30.05.2010 16:00 Klosterfest am Museum Haus Völker und Kulturen, Sankt Augustin 02.06.2010 20:30 Jazzschmiede Düsseldorf Düsseldorf, globalklang e.V.

Weitere Termine und Infos unter: www.klangkosmos-nrw.de

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